Die Jusos (Jungsozialisten, Link: Juso-Web-Seite ) sind die Mitglieder der Jugendorganisation der SPD. Um bei
den Jusos mitzuarbeiten, ist es nicht nötig in die SPD einzutreten. Spezielle finanzielle Beiträge entfallen ebenfalls.
Die Juso-AG Harsefeld wurde 1996 gegründet. Seitdem gab es recht unterschiedliche Konstellationen in der Zusammensetzung.
Zum aktuellen Vorstand gehören:
+ Matthias Mittlmejer (Vorsitzender), Tel.: 04166/ 1418
+ Sandra Menz (Stellvertreterin), Tel.: +4915205406154
+ Hendrik Sickert(Stellvertreter)
Momentan beteiligen sich die Jusos an der Korksammelaktion des BUND. Dazu wurden in der Samtgemeinde in zahlreichen Gaststätten, Supermärkten, Tankstellen etc. Korksammelstellen eingerichtet. Die gesammelten Korken werden in den Behindertenwerkstätten in Winterhude recycelt und zu Dämmstoff verarbeitet. Der Erlös geht an den Kranichschutz in Spanien, wo die Korkeichen wachsen. Die Aktion läuft gerade an und wird gut angenommen. Weiterhin beschäftigen wir uns mit dem Thema Rechtsextremismus. Gerade durch das Schulungszentrum der NPD in Bargstedt sind auch wir vor Ort davon betroffen. Dieses Thema liegt den Jusos besonders am Herzen. Es wurden bereits einige Kontakte geknüpft, z. B. mit dem SPD-Ortsverein Dörverden, wo man sich mit dem Problem "Heisenhof" herumschlägt. Um Flagge zu zeigen, wird im nächsten Jahr ein Konzert gegen Rechts in Harsefeld stattfinden. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Näheres folgt. Spontan sammeln wir auch Unterschriften für Volksinitiativen z. B. für den Erhalt der Lernmittelfreiheit oder des Blindengeldes. Ca. alle 6 Wochen treffen wir uns mit den anderen Jusos im Landkreis zum Meinungsaustausch. Der Spaß kommt natürlich nicht zu kurz! Wer mal unverbindlich vorbei schauen möchte, ist herzlich willkommen. Wir treffen uns im Farmer's Inn in Harsefeld. Termine bitte bei Nenny oder Hans-Bernd erfragen .
Allgemeines zu den Jusos
Die Jungsozialisten (Jusos, Link: Juso-Web-Seite ) sind als Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD organisiert. Es besteht auch für Nichtparteimitglieder die Möglichkeit bei den Jusos mitzuarbeiten. Sie können aber keine Ämter in der Arbeitsgemeinschaft übernehmen. Mitmachen kann ansonsten jeder bis zum Alter von 35 Jahren.
Der Aufbau der Organisation entspricht dem der Partei. Der Bundeskongress ist das oberste Beschlussgremium. Es tagt alle zwei Jahre und wählt den Bundesvorstand sowie dessen Stellvertreter. Der
Bundesvorstand vertritt die Jusos in der Öffentlichkeit und führt die Geschäfte.
Dagegen ist der Bundesausschuss das beratene Organ auf Bundesebene. Er setzt sich aus je einem Vertreter der Bezirke zusammen, tagt mindestens alle zwei Monate und muss vor allen wichtigen politischen und organisatorischen Entscheidungen gehört werden .
Geschichte der Jusos
Die Organisation der Jungsozialisten in der SPD entstand bereits 1946. Ihre Hauptaufgabe war die Sympathiewerbung für die SPD bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Schulen und Betrieben. Die Jungsozialisten jener Zeit waren parteiloyal; die Arbeitsgemeinschaft galt allgemein als gutes Sprungbrett für Parteikarrieren. Mit der Großen Koalition und den Studentenprotesten änderte sich das Verhältnis der Jungsozialisten zur Mutterpartei. Auf dem Bundeskongress 1967 wurden Notstandsgesetze und Deutschlandpolitik scharf kritisiert, ebenso die Art, in der Parteibeschlüsse zustande kamen. Die Jusos forderten mehr innerparteiliche Demokratie. Die SPD sollte wieder zu einer Arbeiterpartei werden.
Durch die Politisierung des gesamten Denkens dieser Jahre schlossen sich viele Studenten und Schüler den Jusos an. Langjährige Auseinandersetzungen mit der Parteiführung begannen, welche versuchte, gegen die aufmüpfige Jugend mit der Verpflichtung vorzugehen, dass jede geplante Veröffentlichung erst von der Parteiführung genehmigt werden müsse. Bei Zuwiderhandlung drohte ein Parteiausschlussverfahren. Dies nannten die Jusos einen Maulkorberlass.
Die Jusos dieser Zeit verstanden sich als Stoßtrupp für die sozialistische Umgestaltung der Gesamtpartei. Bald jedoch begann der Streit innerhalb der Gruppe über die richtige theoretische Position. Die Antirevisionisten hielten es für illusorisch, die Partei verändern zu wollen. Die Anhänger der kommunistischen Theorie vom staatsmonopolistischen Kapitalismus (Stamokap) versuchten die bestehende Gesellschaft zu analysieren. Aufgrund staatlichen Eingreifens in die Wirtschaft zugunsten der Monopole hätten sich die vom Marxismus prophezeiten Krisen des kapitalistischen Systems bisher vermeiden lassen. Dies sei aber nur von begrenzter Dauer und deshalb der Sozialismus die anzustrebende Staatsform. Die Reformisten versuchten dagegen, die Jusos wieder stärker an die Politik der Partei zu binden. 1977 wurde der Juso-Vorsitzende Uwe Benneter aus der Partei ausgeschlossen, weil er eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten billigte. Der neue, 1978 gewählte Juso-Vorsitzende Gerhard Schröder arbeitete daran, die Jugendorganisation wieder an die Mutterpartei anzuschließen. Etliche Jusos wanderten allerdings zur neuen Partei der Grünen, manche auch zu den Kommunisten ab. Die scharfen Debatten zwischen der SPD und den Jusos haben sich nach dem Ausschluss Benneters nicht fortgesetzt. Die Mitarbeit bei den Jusos ist schon seit Mitte der siebziger Jahre, wie das Beispiel Gerhard Schröders zeigt, wieder Ausgangspunkt für Parteikarrieren. Ebenso trat die politische Theoriedebatte zugunsten konkreter Themen völlig in den Hintergrund. Die Jusos arbeiten je nach Region unterschiedlich eng mit nahestehenden Jugendgruppen, wie den Falken oder dem Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt zusammen. Die Hochschulgruppen der Jusos bieten Seminare und Fachkongresse an, die Juso-Schülergruppen sind in ähnlicher Form an den Schulen tätig. Kurz nach dem Fall der Mauer konstituierten sich die Jungen Sozialdemokraten als Jugendorganisation der ostdeutschen Sozialdemokratischen Partei (SDP).Die SPD unterstützte seit ihrer Wiedergründung sozialistische und sozialdemokratische Studentenorganisationen. Bereits 1946 wurde der Sozialistische Deutsche Hochschulbund (SDS) gegründet, der von Anfang an über eine von der Partei unabhängige Organisation verfügte. Im Laufe der fünfziger Jahre näherte er sich immer mehr kommunistischen Auffassungen und kritisierte zunehmend die Politik der SPD. Das führte 1960 zum Bruch zwischen SDS und SPD und zur Gründung einer weiteren Studentenorganisation, dem Sozialdemokratischen Studentenbund (SHB). der anfangs allerdings nur langsam an den Hochschulen Fuß fasste. Im Laufe der Studentenproteste in den sechziger Jahren wurden aber im SHB immer kritischere Stimmen gegen die Große Koalition laut. Gleichzeitig fand eine Diskussion über die Annäherung an die DKP und deren Studentenorganisation, den Marxistischen Studentenbund (MSB), statt. Die SPD Parteiführung tolerierte dies nicht. 1971 stellte sie die Unterstützung des SHB ein, der sich seither Sozialistischer Hochschulbund nennt. Seit 1974 begannen sich auch Juso-Gruppen an den Hochschulen zu formieren, die im Laufe der siebziger Jahre eine erfolgreiche Hochschulpolitik betrieben, Sie wurden allerdings erst nach einiger Zeit von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jusos unterstützt.



